Gesunder Baby-Schlaf

Warum ich welche Babymatratze oder Babyschlafsack wählen soll

Als werdende Eltern oder Eltern eines Neugeborenen stellt sich die Frage, wie die optimale Schlafumgebung für das Baby aussehen soll. In den letzten 20 Jahren hat die Schlafforschung hierzu wichtige Erkenntnisse geliefert, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne zusammenfassen wollen. Der Schweizerische Hersteller Kuli-Muli AG, 5610 Wohlen, hat uns beim Ausarbeiten des Artikels tatkräftig unterstützt, wofür wir ganz herzlich danken. Weiter stützen sich unsere Ausführungen auf die Publikationen der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V., aus denen wir teilweise zitieren.

 

INHALT

Warum die Schlafumgebung so wichtig ist

Worauf es bei der Schlafumgebung eines Säuglings ankommt

Sauerstoffzufuhr / Vermeidung der Rückatmung

Vermeidung der Überwärmung

Allergenarme Schlafumgebung

Liegekomfort

Welche Produkte finden Sie in unserem Angebot

Was ist Lyocell

Hier geht es zum Shop

 

Warum die Schlafumgebung für Babys so wichtig ist

Einleitung

In der Fachwelt wird zwischen dem „Traumschlaf“ und dem „ruhigen Schlaf“ unterschieden. Häufig verwendet werden die Fachausdrücke  REM-Schlaf (Traumschlaf) und non-REM-Schlaf (ruhiger Schlaf). REM steht für „Rapid Eye Movement“ und bezeichnet eine Schlafphase, die unter anderem durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist. In der REM-Phase finden die meisten Träume statt. Bluthochdruck und Puls steigen an. Man vermutet, dass der Lernprozess im Allgemeinen eng an den REM-Schlaf gekoppelt ist. Aufgaben in der Triebregulierung, Informationsverarbeitung und Stressbewältigung werden verarbeitet. Bei Erwachsenen nimmt der REM-Schlaf etwa 20 bis 25 % des Schlafes ein. Ein Baby verbringt bis zu 80% im REM-Schlaf. Bis um das achte Lebensjahr verringert sich die Zeit der REM-Phase von neun Stunden (nach der Geburt) auf ca. drei Stunden. Danach gibt es keine größeren Veränderungen in der Dauer dieser Phase.

Tabelle Schlafstadien einer Nacht

 

Quelle: Wikipedia

 

Der Schlaf eines Babys ist also offensichtlich ein anderer als der eines Erwachsenen.

 

Was Sie über die Atemregulation des Baby wissen sollten

Nach dem Einschlafen verändern sich viele der Körpervorgänge: Die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung und der Puls werden langsamer, der Blutdruck fällt.

 

Während des Schlafens verhalten sich Funktionen wie die Atmung, der Herzschlag oder die Regulierung der Körpertemperatur anders als im wachen Zustand.

 

Die Atmung: Die Steuerung der Atmung geht vom Atemzentrum aus, welches zwar selbständig arbeitet, aber im wachen Zustand durch uns selbst beeinflusst werden kann. So können wir den Atem wenige Sekunden lang anhalten, bis der Sauerstoffmangel sich bemerkbar macht und uns zum nächsten Atemzug zwingt. Im Schlaf gibt es keine willentliche Atemsteuerung, wir können im Schlaf nicht bewusst den Atem anhalten. Besonders bei Säuglingen kommt es zu „unbewussten“ Atempausen, die selten länger als 15 Sekunden andauern. Je jünger ein Säugling ist, umso häufiger treten kurze Pausen auf.

 

Selbst Atempausen, die länger als 15 Sekunden andauern, sind in der Regel harmlos, solange der Organismus über eine Reihe von Schutzmechanismen gegen einen bedrohlichen Sauerstoffmangel verfüg. Diese Alarm-Schwelle (Mediziner sprechen von der Arousal-Reaktion) kann durch Infekte oder hohe Körpertemperatur behindert werden und wird beim Baby durch Überwärmung, Rückatmung der Ausatemluft und Passivrauchen angehoben. Damit haben wir schon wichtige Kriterien aufgezählt, die wir bei der Gestaltung der Schlafumgebung für ein Baby unbedingt beachten müssen.

 

Die Alarm-Schwelle bei einem bedrohlichen Sauerstoffmangel wird beim Baby durch Überwärmung, Rückatmung der Ausatemluft und Passivrauchen angehoben

 

 

Worauf es bei der Schlafumgebung eines Säuglings ankommt

Befassen wir uns nun in den folgenden Abschnitten mit den zu treffenden Massnahmen.

 

Genügende Sauerstoffzufuhr / Vermeidung der Rückatmung

Im ersten Abschnitt haben wir erfahren, dass die Faktoren, die die Alarm-Schwelle bei zu wenig Sauerstoff beeinflussen können, ein wichtiges Kriterium für die gesunde und sichere Schlafumgebung ist.

Optimieren wir daher zuerst mal die ausreichende Sauerstoffzufuhr und die Vermeidung der C02 Rückatmung (Rückatmung der Ausatemluft). Dies kann durch verschiedene Massnahmen erfolgen.

  1. Schaffen Sie ein optimales Raumklima. Die Raumtemperatur sollte idealerweise um die 18° - 20° Celsius betragen. Lüften Sie regelmässig kurz (so genanntes Stosslüften). Schützen Sie Ihr Baby vor Zugluft. Schützen Sie es aber auch vor Tabakrauch.
  2. Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzirkulation im Bettchen. Also nicht zu kleine Bettchen einsetzen und luftdurchlässige  Materialien verwenden.
  3. Vermeiden Sie (oder lassen sie weg) zu wenig luftdurchlässige Himmel und Kopfschütze.
  4. Achten Sie beim Kauf der Matratze und des Matratzenbezugs auf eine hohe Luftdurchlässigkeit. Wasserdichte Bettschutztextilien (Molton, wasserdichte Fixleintücher) sind wegzulassen.
  5. Atemwegserkrankungen wirken sich negativ auf die Alarm-Schwelle aus. Die Anzahl der Kinder, die an Allergien, besonders auch an Atemwegsallergien, wie z.B. Asthma leiden, hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Aber auch immer mehr jüngere Kinder leiden heute unter allergischen Reaktionen. Deswegen wird die Allergieprävention bei Babys immer wichtiger. Hauptallergenproduzenten in Matratzen und Betttextilien sind Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Diese benötigen zum Wachstum vor allem eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 70%. Neben der Auswahl entsprechende Produkte und Materialien ist die wichtigste präventive Massnahme, die Matratze jeden Tag gut zu lüften.

 

Vermeidung der Überwärmung

Hat ein Baby zu warm, wirkt sich das negativ auf die Höhe der Alarm-Schwelle aus. Eine Überwärmung muss also unbedingt vermieden werden. Das fängt bei der Raumtemperatur an, wie schon oben beschrieben. Ziehen Sie dem Baby nicht zu warme Kleider an und decken Sie es nicht mit zu dicken Decken zu. Halten Sie das Köpfchen frei. Über das Köpfchen findet ein wichtiger Wärmeaustausch statt. Achten Sie aber auch darauf, dass Sie nach dem Spaziergang draussen, die dicken Kleider wieder ausziehen, sobald Sie zurück im Warmen sind. Lassen Sie das Kind nie in dicker Winterkleidung bei normaler Raumtemperatur weiterschlafen, so z.B. in Kaufhäusern. Es besteht das Risiko der Überwärmung.

 

Übrigens: Wie sind Sie sicher, dass Ihr Baby die richtige Schlaftemperatur hat:

Fühlt sich die Haut des Babys zwischen den Schulterblättern warm an, so ist ihm ausreichend warm. Schwitzt das Baby, wenn es ruhig liegt, so ist ihm zu heiss. Hände und Füsse sind oft kühl und reichen für eine Einschätzung nicht aus. Kühle Hände und Füsse sind bei vielen Babys völlig normal und kein Grund zur Sorge.

 

Allergenarme Schlafumgebung

Wir haben schon oben zu diesem Thema eine Aussage gemacht. Es gibt eine Theorie aus Neuseeland, auf die wir auch noch kurz eingehen möchten. Forscher glauben, dass toxische Gase die Ursache für den Plötzlichen Säuglingstod sind. Und sie vertreten diese These sehr nachhaltig. Die meisten Forscher weltweit gehen aber von einem multifaktoriellen Ereignis aus, das durch verschiedene Risikofaktoren bestimmt ist. Toxische Gase in Matratzen könnten da natürlich genauso ein Risikofaktor sein. In Anlehnung an die GEPS und die Aussagen des Herstellers Kuli-Muli geben wir folgende Empfehlung ab:

  1. Vermeiden Sie beim Kauf der Bettausstattung für das Baby, Materialien mit Flammschutzmittel, Weichmacher aus Arsen, Antimon- oder organische Phosphorverbindungen.
  2. Setzen Sie auf Materialien, die nachweislich weniger Bakterien- , Schimmelpilz und Hausstaubmilben-Wachstum ausweisen.
  3. Halten Sie sich an die Vermeidung der hier beschriebenen Risikofaktoren.

 

Liege- und Schlafkomfort

Skizze PunktelastizitätDer Ursprung späterer Haltungsschäden kann bei der Verwendung ungenügender Matratzen während der Baby- und Kleinkindzeit liegen. Es gilt Haltungs- und Deformationsschäden vorzubeugen. Dazu ist zunächst mal eine gute Punktelastizität unverzichtbar. Darunter versteht man die Druckentlastung an exponierten Stellen, wie Hüften, Schultern und Kopf. Hier soll die Matratze genügend einsinken, ohne dabei die anderen Körperpartien negativ zu beeinträchtigen. Eine gute Punktelastizität entlastet also den Körper bei den exponierten Stellen und stützt gleichzeitig den ganzen Körper.

Vermeiden Sie zu weiche Matratzen mit wenig Elastizität. Hier sinkt das Baby zu stark ein und ein Stützen der Wirbelsäule findet nicht statt. 

Vermeiden Sie zu harte Matratzen, da es zu Deformationen der Knochen kommen kann.

 

Zeigt, wie der Körper in die Matratze einsinkt und gestützt wird

                                       Liegeprinzip Druckentlastung

 

Schlafsäcke oder Duvets sollten eine hohe Atmungsaktivität aufweisen. Es gilt die Schlafhöhle, die unter dem Duvet oder im Schlafsack entsteht, eigentlich zu klimatisieren. Hohe Atmungsaktivität bedeutet, schnelle Feuchtigkeitsaufnahme- und rasches Abgabevermögen des Materials. Nach einer Studie des Forschungsinstituts Hohenstein, durchgeführt von Prof. Dr. K.H. Umbach, werden mit der Faser Lyocell (Marke Tencel) die besten Ergebnisse erzielt.

 Vergleichstabelle Wasseraufnahmevermögen Füllungen mit Lyocell

 

 

Welche Produkte finden Sie in unserem Angebot

Wir haben uns bei der Auswahl der Produkte auf den Hersteller Kuli-Muli AG konzentriert. Aus unserer Sicht werden hier alle bekannten Risikofaktoren am besten abgedeckt. Die folgenden Aussagen stammen zum grössten Teil aus den Unterlagen der Kuli-Muli AG.

 

Matratzen

Die Baby-Matratze gehört neben der Wahl des Schlafsacks oder des Duvets zum wichtigsten Erstausstattungsartikel fürs Babybett. Experten und auch wir empfehlen, unbedingt eine neue Matratze einzusetzen. In gebrauchten Baby-Matratzen sind Bakterien und Milben enthalten, die zu den Risikofaktoren des plötzlichen Kindstodes zählen.

 

Das Kuli-Muli Sortiment umfasst drei Funktionsmodelle: Super Comfort, Sanitassima und Lyocell. Der Hersteller bewertet seine Matratzen selber nach folgender Funktionstabelle.

Kriterien

Gewichtung

Mittel

Gut

Top

Milbenentwicklung im 
Kern

****

Super Comfort

 

Lyocell
Sanitassima

Bakterienschutz

****

 

Super Comfort 

Lyocell
Sanitassima

Liegekomfort

**

Super Comfort

Sanitassima

Lyocell

Feuchtigkeitsmanagement

***

Super Comfort
Sanitassima

 

Lyocell

Waschbarkeit des Bezugs

**

Super Comfort

 

Lyocell
Sanitassima

Luftdurchlässigkeit

***

 

Super Comfort

Lyocell
Sanitassima

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

Bei allen diesen Matratzenkernen wird hochwertiger, luftdurchlässiger Schaumstoff verwendet. Bei den Schaumstoffen werden die Grenzwerte des Ökotex Standard 100 eingehalten.

 

Einzigartikeit des Lyocell Matratzenkerns

Logo CellpurBei den Lyocell Matratzen werden Kerne aus CELLPUR eingesetzt. Cellpur besteht aus mindestens 50 % Lyocell Pulver. Der damit verbundene natürliche Bakterienschutz macht diese Matratze einzigartig. Die Mikrostruktur des Tencel (Lyocell) Pulvers nimmt beim Schlafen Feuchtigkeit auf und gibt sie danach rasch wieder ab. Cellpur schafft ein bisher nie erreichtes, noch angenehmeres und trockeneres Schlafklima im Babybett. Anhand einer Vergleichsstudie zeigte sich, dass der Grossteil einer applizierten Milbenpopulation in Cellpur-Kernen abstirbt. Bei einem herkömmlichen Produkt steigt die Milbenzahl hingegen innerhalb von 6 Wochen um das 17-fache an. Die Milbenkonzentration nimmt aufgrund des Feuchtigkeitsmanagements von Lyocell drastisch ab.

Wegen der besonders guten Feuchtigkeitsaufnahme von Lyocell kann auch Schimmel im Ansatz verhindert werden. Durch eine trockene Schlafumgebung wird Wasserkondensation, die für Schimmelbildung verantwortlich ist, unmöglich.

Milben haben in Cellpur-Kernen keine Chancen

Milbenentwicklung in Matratzen/Bezügen ohne/mit Lyocell

 

Einzigartikeit des Matratzenbezugs Sleep Well

Was aber nützt jede noch so luftdurchlässige Matratze, wenn der Matratzenbezug als Luft-Barriere wirkt. Der Funktionsstoff „Sleep Well“ von Kuli-Muli gewährt eine hohe Luftdurchlässigkeit bei gleichzeitiger Nässestoppfunktion. Ein echter Wunderstoff also, der während den ersten Lebensjahren genügend Schutz vor dem Eindringen von Feuchtigkeit in den Matratzenkern bietet, ohne die Luftdurchlässigkeit des Schlafsystems zu beeinträchtigen. Die Sleep Well Matratzenbezüge schaffen zudem eine antibakterielle Schlafumgebung. Die Bezugsstoffe der Sanitassima und der Super Comfort Matratzen sind mit medicott und silverguard ausgerüstet. Die Ausrüstung verhindert das Wachsen von Bakterien und die Bildung von Schimmelpilz.

Bei der Lyocell Matratze mit dem Bezug Sleep Well Tencel ist es der Rohstoff selbst, der von Natur her antibakteriell ist. Dieser Matratzenbezug weist die gleichen Vorzüge wie der Cellpur Kern auf. Dank einem hohen Anteil von Lyocell im Stoff und im versteppten Vlies, können sich keine Hausstaubmilben entwickeln.

 

Funktionsskizze Sleep Well

 

Logo Medicott Medicott verhindert das Wachsen von Schimmelpilzen und steht für eine rein biologische, umweltschonende Ausrüstung von Stoffen aus naturbelassener Baumwolle, ohne den Einsatz von Bakteriziden und Herbiziden.
Logo Silverguard Silverguard ist eine effektive und hautfreundliche antimikrobielle Ausrüstung des Matratzenbezugsstoffes Sleep Well. Silverguard beseitigt und verhindert das Einnisten von Bakterien und verhindert das Bilden von unangenehmen Gerüchen. Silverguard wirkt permanent - auch nach häufigem Waschen oder Reinigen. Silverguard spart Energie und Geld - Textilien sind bereits bei 40 °C bakterienfrei.

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Matratzen bieten wir Ihnen im Shop.

 

Duvets und Schlafsäcke

Neben der Matratze ist die Wahl des richtigen Duvet oder Schlafsacks ausschlaggebend für den gesunden Schlaf Ihres Babys. Unter dem Duvet / im Baby-Schlafsack entsteht eine "Schlafhöhle", die es optimal zu klimatisieren gilt.

 

Logo LyocellBasis der Kuli-Muli Produkte ist der Rohstoff Lyocell. Lyocell wird aus Holz gewonnen. Das Lyocell der Kuli-Muli AG stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist zu 100% biologisch. 

 

 

Lyocell-Füllungen und -Stoffe für die  Schlafsäcke, Duvets und Kissen sorgen nachweislich für einen besseren und sichereren Schlaf. Der hohe Isolationseffekt, verbunden mit geringerem Füllvolumen, und der ausgezeichnete Feuchtigkeitstransport führen zu einer optimalen Temperaturregulierung und verhindern, dass das Baby überhitzen kann.

Vergleichstabelle Wärmeregulierung mit Lyocell

Vergleichstabelle Wasseraufnahmevermögen mit Lyocell

Eine Vergleichstudie zeigt, dass die Lyocell Schlafsäcke besser abschneiden. Verglichen wurde mit einem Schlafsack mit Baumwollstoff,  Polyesterfüllung und Klimazonen. (Die Schlafsäcke "Gelb" sind Kuli-Muli Lyocell Baby-Schlafsäcke – die ersten beiden Säulen).

Die Grafik "Wärmedurchgangswiderstand "zeigt, dass der Lyocell Schlafsack trotz markant weniger Füllung gleich gut isoliert. Der Schlafsack lässt sich somit sowohl im Sommer als auch im Winter verwenden.

Die Grafik "Kurzzeitwasserdampfaufnahme "zeigt, dass der Lyocell Schlafsack wesentlich trockener bleibt. Das bedeutet, dass das Kind weniger schwitzt und die Gefahr des Überhitzens geringer ist.

Vergleichstabelle Wärmedurchgang Schlafsäcke

Vergleichtabellle Wasseraufnahme Schlafsäcke

Lyocell ist die natürliche Hygienefaser. Wenn es um Hygiene und Bakterienwachstum geht, bietet Lyocell mit fundamentalen natürlichen Eigenschaften völlig neue Perspektiven. Bakterienwuchs hat bei Lyocell keine Chance und Hausstaubmilben können sich nicht entwickeln!

Vergleichtabelle Bakterienentwicklung verschiedener Textilien

 

Weitere Produktinformationen finden Sie bitte im Shop.  

 

Doch was ist denn Lyocell

Logo Tencel

Tencel ist der Markenname für Lyocell. Kuli-Muli verwendet ausschliesslich Markenware von Tencel.

 

Tencel wird aus Eukalyptusholz, das ausschliesslich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, gewonnen. Der Eukalyptusbaum stammt aus Australien, inkl. Tasmanien und aus der Osthälfte von Indonesien. Heute wachsen manche Arten auch in vielen anderen Subtropischen Gebieten der Erde. Eukalyptus ist ein interessanter Rohstoff, da dieser schnell wachsend ist und ohne künstliche Bewässerung oder Genmanipulation in sogenannten „Holzfarmen“ für die industrielle Nutzung angepflanzt wird.

       

Das Eucalyptusholz wird entrindet, zerkleinert und zur sogenannten Holzfaserpulpe „aufgekocht“. Daraus gewinnt man die natürliche Cellulosefaser Lyocell. Im Produktionsprozess von Tencel wird der Zellstoff in einem organischen Lösungsmittel (Amonioxid – wird auch in Körperpflegemitteln verwendet) aufgelöst. Anschliessend wird er aus dieser Lösung mittels eines Nassspinnverfahrens extrudiert und wieder zu Faser regeneriert.

 Holzschnitzel

Zellulose

Das Herstellungsverfahren ist revolutionär. Das Revolutionäre daran ist die nahezu vollständige Kreislaufführung des Lösungsmittels. Dieses wird zu 99,5% zurückgewonnen und die minimalen Reste werden in adaptierten Kläranlagen biologisch abgebaut.

 

Die Produktion von Lyocell zeichnet sich durch Verantwortung für die Umwelt aus. Sowohl im Umgang mit Rohstoffen, wie auch beim Produktionsprozess. Vergleicht man Lyocell mit herkömmlicher Baumwolle, so fällt auf, dass der Einsatz von Wasser und Pestiziden keine Rolle spielt. Der Anbau von Eukalyptus erfolgt auf Grenzertragsflächen. Diese könnte für die Lebensmittelpoduktion nicht verwendet werden. Wesentlicher Pluspunkt ist jedoch, dass die Faserausbeute bei Lyocell um das zehnfache höher ist als bei herkömmlicher Baumwolle. Ein weiterer wichtiger Umweltaspekt ist der Wasserverbrauch. Bei der Herstellung inklusive der Zellstoffproduktion verbraucht Lyocell nur 1 % der Wassermenge, welche für den Anbau von herkömmlicher Baumwolle zum Einsatz kommt.

 Lebenszyklus Tencel Produkte

 

 Zum Online-Shop Gesunder Baby-Schlaf